Vom Cybersecurity-Labor zur Gründung von JITIS
Jonas Jakob | 31. August 2024

Die Entstehung von JITIS beginnt nicht mit einer spontanen Geschäftsidee, sondern mit einer fachlichen Frage: Wie müssen IT-Systeme aufgebaut sein, damit sie nicht nur funktionieren, sondern auch sicher, nachvollziehbar und langfristig betreibbar bleiben?
Während meines Studiums der Elektro- und Informationstechnik an der OTH Regensburg arbeitete ich im Cybersecurity-Labor. Dort wurde besonders greifbar, wie eng Netzwerktechnik, Systeme, Software und Sicherheit miteinander verbunden sind. Eine Schwachstelle lässt sich selten isoliert betrachten. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Architektur, Konfiguration, Zugriffsrechten, Dokumentation und dem späteren Betrieb.
Diese Perspektive prägt meine Arbeit bis heute. Sicherheit ist für mich kein Produkt, das am Ende eines Projekts ergänzt wird. Sie entsteht durch klare Strukturen, bewusst getroffene technische Entscheidungen und Systeme, die auch nach der Übergabe verstanden und gepflegt werden können.
Von einzelnen Komponenten zum Gesamtsystem
Das Studium eröffnete mir Einblicke in Embedded Software, Automatisierung und Hardwareentwicklung. Besonders die Netzwerktechnik wurde dabei zum verbindenden Element: Sie entscheidet mit darüber, wie Geräte, Anwendungen, Standorte und Menschen zuverlässig zusammenarbeiten.
Ein Studienaufenthalt in Frankreich hat diesen Schwerpunkt weiter geschärft. Unterschiedliche technische Umgebungen und Arbeitsweisen haben mir gezeigt, dass eine gute Lösung nicht allein von einzelnen Produkten abhängt. Sie muss zur Organisation passen, verständlich aufgebaut sein und sich unter realen Bedingungen betreiben lassen.
Aus dieser Erfahrung entwickelte sich ein Grundsatz, der später für JITIS zentral wurde: IT-Infrastruktur sollte als Gesamtsystem geplant werden. Netzwerk, Endgeräte, Server, Cloud-Dienste, Identitäten, Telefonie, Datensicherung und physische Sicherheit beeinflussen sich gegenseitig. Wer nur einzelne Komponenten austauscht, ohne diese Zusammenhänge zu berücksichtigen, verschiebt Probleme häufig, statt sie zu lösen.
Warum daraus JITIS entstand
Im Austausch mit Unternehmen wurde deutlich, dass gerade kleine und mittelständische Betriebe einen pragmatischen Zugang zu moderner IT benötigen. Sie brauchen keine unnötig komplizierten Architekturen und keine Produktlisten ohne Einordnung. Sie brauchen eine belastbare Grundlage für ihren Arbeitsalltag, klare Zuständigkeiten und eine verständliche Einschätzung von Nutzen, Aufwand und Risiken.
JITIS entstand aus dem Anspruch, diese fachliche Tiefe mit persönlicher Verantwortung zu verbinden. Projekte sollen nicht an wechselnden Ansprechpartnern oder unklaren Übergaben scheitern. Deshalb begleite ich Vorhaben von der ersten Bestandsaufnahme über die Planung und Umsetzung bis zur Dokumentation und zum laufenden Betrieb.
Dabei geht es nicht darum, jede vorhandene Umgebung vollständig neu aufzubauen. Oft ist es sinnvoller, bestehende Systeme sauber einzuordnen, Risiken zu priorisieren und die Infrastruktur schrittweise weiterzuentwickeln. Offenheit für verschiedene Hersteller und Open-Source-Lösungen gehört dazu – ebenso die Bereitschaft, eine technisch interessante Lösung nicht zu empfehlen, wenn sie für den konkreten Betrieb unnötig komplex wäre.
Was aus dem Labor geblieben ist
Die Arbeit im Cybersecurity-Labor hat vor allem eine Haltung geprägt: Annahmen prüfen, Zusammenhänge verstehen und technische Entscheidungen nachvollziehbar machen. Diese Haltung findet sich heute in der Arbeit von JITIS wieder.
Vor einer Empfehlung steht die Frage, welches Ziel ein Unternehmen verfolgt und welche Risiken tatsächlich relevant sind. Vor einer Umsetzung steht eine Architektur, die Zuständigkeiten und Abhängigkeiten sichtbar macht. Und zu einem abgeschlossenen Projekt gehören eine saubere Dokumentation und eine Übergabe, mit der die Umgebung auch im Alltag beherrschbar bleibt.
JITIS verbindet damit Netzwerktechnik, IT-Infrastruktur, Cloud, Kommunikation und Sicherheit nicht als voneinander getrennte Leistungen, sondern als Bestandteile einer gemeinsamen technischen Basis.
Der nächste Schritt
Aus dem fachlichen Ausgangspunkt an der OTH Regensburg ist ein IT-Unternehmen entstanden, das Unternehmen in Regensburg, der Oberpfalz und darüber hinaus persönlich begleitet. Der Anspruch ist dabei derselbe geblieben: Technik sorgfältig einordnen, verständlich planen und so umsetzen, dass sie langfristig zum Betrieb passt.
Wenn Sie Ihre bestehende IT neu einordnen, einen Standort modernisieren oder Sicherheits- und Betriebsrisiken strukturiert bewerten möchten, beginnt die Zusammenarbeit mit einem offenen Gespräch über Ziel, Ausgangslage und den nächsten sinnvollen Schritt.
